Montag, März 03, 2008

"Häftling" - echte Häftlingsmode als Streetware


Ok, Filme wie z.B. "Boys in the Hood", "Blood in, Blood out" oder "Colors" werden sicherlich vielen ein Begriff sein. Damals begann die Ära, mit Baggy-Pants, offenen Schuhen und Etiketten an den Klamotten. Die meisten wissen aber letztendlich nicht woher dieser Trend kommt. Bzw, der Trend kommt aus den USA. Um genauer zu sein, aus den überfüllten Gefängnissen. Tiefsitzende Hosen kamen durch das Verbot Gürtel tragen zu dürfen, offene Schuhe wegen dem Verbot von Schnürsenkeln und Etiketten an den Klamotten sollten zeigen, dass sie geklaut waren. Man wollte letztendlich zum Ausdruck bringen, dass man Knasterfahrung hatte. Blödsin. Vor allem wenn es sich um irgendwelche Milchbubis aus dem gutbürgerlichen Bezirk Charlottenburg in Berlin dreht. Oder irgendeinem anderen "normalen" Stadtteil einer deutschen Stadt.
Aber für die, die dennoch etwas interessantes daran finden "Knastmode" zu tragen habe ich eine Empfehlung: tragt dochmal echte "Knastmode" und unterstützt dabei auch noch die tatsächlich inhaftierten Macher. Denn das Label "Häftling" wurde tatsächliche als eine Initiative ins Leben gerufen, um Häftlingen eine sinnvolle Tätigkeit zu geben. Dabei werden Aufträge an viele Gefängnisse in ganz Europa vergeben, zum Teil sogar bis in die USA. Die Bekleidung ist extrem funktionell, bzw. robust geschneidert. Nicht das Design steht im Vordergrund, sondern die Qualität.
Teile der Einnahmen kommen den Häftlingen zugute, indem sie an internationale Institutionen vergeben werden, die sich für eine Haftverbesserung, gegen die Todesstrafe oder politische Inhaftierungen einsetzen. Zu bekommen ist alles von Jacken, Shirts oder Unterwäsche, bis hin zu Accessoires, Haushaltsartikeln und sogar Nahrungsmittel. Alles entweder im derzeit einzigen Berliner Shop erhältlich oder über den Onlineeinkauf beim Häftling Shop.

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